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Person: Rill, Hans-Georg (Autor) 
  
Titel: Forensische Psychophysiologie
  
Dokument:
191.pdf (1.396 KB) PDF
Quelle: Mainz : Univ.
Erscheinungsjahr:    2001
URN: urn:nbn:de:hebis:77-1914
  
Dokumentart:
Buch Buch
Weitere Angaben zur Dokumentart:    Dissertation
Sprache: Deutsch
Open Access: OpenAccess
Einrichtung: FB 02: Sozialwissenschaften, Medien und Sport
DDC-Sachgruppe:    Psychologie
ID: 191  Universitätsbibliothek Mainz
Hinweis:
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Abstract: Dieses Experiment untersuchte die Effekte der unterschiedlichen Fragen- bzw. Itemtypen (Stimuli), des Wahrheitsgehalts der Antworten und der elektrodermalen Labilität auf die Hautleitfähigkeitsreaktionen (SCR) und die phasische Herzschlagfrequenz (HR) für zwei relativ neue Befragungstechniken der forensischen Psychophysiologie ('
Lügendetektion'): Directed Lie Test (DLT) und Guilty Actions Test (GAT).Achtzig Männer begingen einen simulierten Schmuckdiebstahl. Jeweils die Hälfte entwendete entweder einen Ring oder eine Kette. Während dieser Tat wurden jedoch alle Probanden mit den kritischen Details beider Scheinverbrechen konfrontiert. Anschließend absolvierten sie entweder einen DLT oder einen GAT. Die relevanten Stimuli der Tests bezogen sich auf beide Scheinverbrechen und wurden - intraindividuell variiert - wahrheitswidrig und wahrheitsgemäß verneint. Darüber hinaus umfaßte der DLT inhaltlich parallelisierte Paare von Kontrollfragen. Die Probanden wurden instruiert, die jeweiligen Kontrollfragen eines Paars wahrheitswidrig versus wahrheitsgemäß zu verneinen. Die Testverfahren beinhalteten außerdem nicht tatbezogene, irrelevante Stimuli, die wahrheitsgemäß beantwortet wurden. Für beide Befragungstechniken fand man Reaktionsunterschiede zwischen den Stimulustypen, insbesondere stärkere SCR-Magnituden und eine niedrigere HR auf die
wahrheitswidrig verneinten relevanten Stimuli. Bei den Kontrollfragen des DLT zeigten sich jedoch keine signifikanten Effekte des Wahrheitsgehalts. Die elektrodermale Labilität hatte keinen bedeutsamen Einfluß auf die Reaktionsunterschiede. Die Ergebnisse wurden vor allem anhand psychophysiologischer Theorien der Aufmerksamkeit, Konflikte und Informationsverarbeitung interpretiert.
   
Weiteres Abstract: This experiment studied the effects of different question or item types (stimuli), truthfulness of answers, and electrodermal lability on skin conductance responses (SCR) and phasic heart rate (HR) for two relatively new techniques of forensic psychophysiology ('detection of deception'): Directed Lie Test (DLT) and Guilty Actions Test (GAT). Eighty males committed a simulated theft. Half of them stole either a ring or a necklace. During this action all participants faced the critical details of both mock crimes. Subsequently, they took a DLT
or GAT examination. The relevant stimuli of the tests referred to both crimes and were negated - within subjects - deceptively and honestly. Furthermore, the DLT included matched pairs of control questions. Subjects were directed to be deceptive or honest to one control question of each pair, respectively. The tests also asked crime unrelated irrelevant stimuli followed by truthful answers.For both techniques, response differences between stimulus types were found, especially, greater SCR-magnitude and lower HR for relevant stimuli answered deceptively. However, for the control questions of the DLT no significant effects of truthfulness emerged. Electrodermal lability did not affect response differences. The results were discussed predominantly in terms of psychophysiological theories of attention, conflicts, and information processing.
   
  
Verfügbarkeit prüfen:    URN (urn:nbn:de:hebis:77-1914)
 


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