Sattelberger, Sabine: Konfliktlinien und die Einstellungen zur Europäischen Integration in Norwegen : eine quantitativ-empirische Analyse basierend auf dem European Social Survey 2004/2005
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Person: Sattelberger, Sabine (Autor) 
  
Titel: Konfliktlinien und die Einstellungen zur Europäischen Integration in Norwegen : eine quantitativ-empirische Analyse basierend auf dem European Social Survey 2004/2005
  
Dokument:
2167.pdf (1.052 KB) PDF
Freie Schlagwörter (Deutsch): Sozialstruktur , EU-Beitritt , Referendum , Wahlforschung
Freie Schlagwörter (Englisch): social structure , EU-accession , referendum , electoral research
Quelle: Mainz : Univ.
Erscheinungsjahr:    2007
URN: urn:nbn:de:hebis:77-21670
  
Dokumentart:
Buch Buch
Weitere Angaben zur Dokumentart:    Prüfungsarbeit
Sprache: Deutsch
Open Access: OpenAccess
Einrichtung: FB 02: Sozialwissenschaften, Medien und Sport
DDC-Sachgruppe:    Sozialwissenschaften, Soziologie
ID: 2167  Universitätsbibliothek Mainz
Hinweis:
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Abstract: In den konsultativen Referenden von 1972 und 1994 stimmte eine knappe Mehrheit der norwegischen Wählerschaft gegen einen Beitritt in die europäische Staatengemeinschaft. Regierung und Parlament zogen daraufhin ihr Aufnahmegesuch zurück. Ein erneuter Antrag auf Mitgliedschaft in der EU wird seither vermieden, da sich die Parteien des Konfliktpotenzials bewusst sind. Von der politischen Agenda ist diese Streitfrage jedoch nicht verschwunden. Die vorliegende Magisterarbeit greift
den gängigen Erklärungsansatz der politikwissenschaftlichen Forschung auf: Das Scheitern der Referenden ist demnach auf die Aktualisierung traditioneller politischer Konfliktlinien zurückzuführen. Inwieweit diese Cleavages die Einstellungen norwegischer Staatsbürger zur Europäischen Integration bestimmen, wird anhand eines komplexen Konfliktlinienmodells und mittels aktueller Daten untersucht. Aufbauend auf dem klassischen Cleavage-Konzept von Seymour Lipset und Stein Rokkan (Zentrum/Peripherie, Staat/Kirche, Stadt/Land, Kapital/Arbeit), findet eine Konkretisierung von Stefano Bartolini und Peter Mair Anwendung, die jede der vier Konfliktlinien als dreidimensional (empirisch, normativ und organisatorisch) begreift. In einem historischen Überblick zeigt sich die Relevanz der tradierten Konfliktlinien für Norwegen, die sich sowohl im nationalen Parteiensystem als auch in den Standpunkten der Parteien zu einem EU-Beitritt widerspiegeln. Datengrundlage für die folgenden empirischen Analysen (Kreuztabellen,
Mittelwert- und Korrelationsvergleiche, multiple lineare Regressionen) stellt die norwegische Teilstudie der zweiten Welle des European Social Survey von 2004/2005 dar. Europäische Integration wird von den meisten norwegischen Staatsbürgern, die sich empirisch, normativ und organisatorisch auf den Konfliktlinienpolen Peripherie, Kirche, Land oder Arbeit verorten lassen, negativ bewertet. Im Gegensatz dazu geht die recht häufig vertretene Kombination der empirischen Konfliktlinienpole Zentrum-Staat-Stadt-Kapital mit einer überdurchschnittlich positiven Einstellung einher. Insgesamt erweist sich der Zusammenhang mit der Zentrum/Peripherie-Konfliktlinie als am höchsten.
   
Weiteres Abstract: The consultative referenda of 1972 and 1994 resulted in a narrow majority of the Norwegian electorate voting
against accession to the European community. Subsequently, government and parliament withdrew their application for membership. Attempts to file another application have been avoided ever since, as the political parties are aware of the potential for conflict. However, the issue has not vanished from the political agenda. This Master Thesis picks up the prevailing approach of political science, namely that the negative outcomes of the referenda can be traced back to a re-activation of traditional political cleavages. It analyzes how these cleavages determine the attitudes of Norwegian citizens towards European integration, using a complex cleavage model and current data. Building on the classical cleavage concept by Seymour Lipset and Stein Rokkan (Center/Periphery, State/Church, Urban/Rural, Owner/Worker), Stefano Bartolini’s and Peter Mair’s more specific model is applied. This considers all four cleavages as being three-dimensional (empirical, normative, and organisational). The historical summary shows
the importance of the traditional cleavages in Norway that are reflected both in the national party system and in the positions of the political parties with regard to joining the EU. The following empirical analyses (cross tables, mean and correlation comparisons, multiple linear regressions) are based on the Norwegian part of the second wave of the European Social Survey of 2004/2005. European integration is negatively evaluated by most Norwegian citizens located on the empirical, normative and organisational dimension of the Periphery, Church, Rural or Worker cleavage pole. In contrast, the commonly found combination of the empirical Center-State-Urban-Owner cleavage poles shows higher than average positive attitudes. On the whole, the highest correlation is found for the Center/Periphery-cleavage.
   
  
Verfügbarkeit prüfen:    URN (urn:nbn:de:hebis:77-21670)
 


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