Fückel, Sebastian Christopher: Wählen im räumlichen Kontext : eine empirische Untersuchung zum Einfluss der sozialen Komposition des Wahlkreises auf die individuelle Wahlentscheidung bei der Bundestagswahl 2009
Gutenberg Qualify


Titelanzeige

Person: Fückel, Sebastian Christopher (Autor) 
  
Titel: Wählen im räumlichen Kontext : eine empirische Untersuchung zum Einfluss der sozialen Komposition des Wahlkreises auf die individuelle Wahlentscheidung bei der Bundestagswahl 2009
  
Dokument:
3265.pdf (1.180 KB) PDF
Freie Schlagwörter (Deutsch): Bundestagswahl 2009 , Mehrebenenanalyse , räumlicher Kontext , Wahlkreis , Wählerverhalten
Freie Schlagwörter (Englisch): German federal election 2009 , multilevel model , geographical context , electoral district , voting behavior
Quelle: Mainz : Univ.
Erscheinungsjahr:    2012
URN: urn:nbn:de:hebis:77-32653
  
Dokumentart:
Buch Buch
Weitere Angaben zur Dokumentart:    Prüfungsarbeit
Sprache: Deutsch
Open Access: OpenAccess
Einrichtung: FB 02: Sozialwissenschaften, Medien und Sport
DDC-Sachgruppe:    Politik
ID: 3265  Universitätsbibliothek Mainz
Hinweis:
Informationen zu den Nutzungsrechten unserer Inhalte Informationen zu den Nutzungsrechten unserer Inhalte
Abstract: Die meisten Studien der empirischen Wahlforschung führen das Wählverhalten bei deutschen Bundestagswahlen gemäß den bewährten Erklärungsansätzen (Columbia School, Cleavage-Theorie, Michigan School, …) auf Faktoren der Individualebene zurück. Nur wenige analysieren darüber hinaus den Einfluss räumlicher Kontextmerkmale. Diese Beiträge gelangen zudem zu widersprüchlichen Befunden, z.B. darüber, welcher Anteil der Gesamtvarianz überhaupt durch Kontextfaktoren erklärt werden kann. Daher will die vorliegende Arbeit klären, inwiefern die soziale Komposition des räumlichen Kontexts über
individuelle Merkmale der Wähler hinaus ihre individuelle Wahlentscheidung bei der Bundestagswahl 2009 beeinflusst hat. Dazu wird zunächst ein räumliches Mehrebenen-Modell des individuellen Wahlverhaltens entwickelt, das den Einfluss von Kontextmerkmalen u.a. auf soziale Interaktionsmechanismen innerhalb der Kontexteinheiten zurückführt. Zudem werden die zentralen individuellen Erklärungsfaktoren der oben genannten Theorien (Parteiidentifikation, Kandidaten-, Sachfragen-Orientierung, soziale Gruppenzugehörigkeit) in das Modell integriert. Auf Grundlage von Daten der German Longitudinal Election Study werden anschließend logistische Mehrebenen-Modelle für die alten und erstmals auch für die neuen Bundesländer und Deutschland geschätzt. Erstmals werden zudem Wahlkreise als relevante Kontexteinheiten untersucht. Es zeigt sich, dass ein kleiner Teil der Varianz der individuellen Wahlentscheidung allein auf Merkmale des Wahlkreises zurückgeführt werden kann. Es treten sowohl direkte Kontexteffekte als auch
Mehrebenen-Interaktionseffekte auf, die sich jedoch in ihrer Wirkung zwischen den Regionen und auch zwischen den Parteien erheblich unterscheiden.
   
Weiteres Abstract: Most empirical studies of voting behavior explain vote choice at German federal elections using individual level variables referring on established theories of voting behavior (Columbia School, Cleavage Theory, Michigan School, ...). Only a few analyze in addition to them specific effects of the geographical context that surrounds the voters. On top of that these studies produce contradictory results, e.g. about how much of the total variance can be explained by contextual factors. That is why this study seeks to analyze if the social composition of the geographical
context of voters had a particular effect on their vote choice in addition to their most important individual characteristics at the German federal election 2009. For that purpose first of all a geographical multilevel-model of vote choice is generated that explains contextual effects among other mechanisms by social interactions among the voters inside the contextual units controlling for the most important individual level factors mentioned by the theories above (party identification, candidate-, issue-orientation, social group membership). Using data of the German Longitudinal Election Study logistic multilevel-models for West- and for the first time for East-Germany and Germany are estimated. Equally for the first time electoral districts are analyzed as the relevant units of the context level. The results show that a small part of the variance of individual vote choice can be explained particularly by characteristics of the electoral districts. Not only direct context effects but also cross-level-
interactions can be found. But their strength of influence differs as well between the analyzed regions as between the analyzed parties.
   
  
Verfügbarkeit prüfen:    URN (urn:nbn:de:hebis:77-32653)
 


Im   
Impressum