Gutenberg Qualify


Titelanzeige

Person: Drews, Dirk (Autor) 
  
Titel: Die psychologische Kampfführung , psychologische Verteidigung der Bundeswehr
  
Dokument:
981.pdf (3.452 KB) PDF
Freie Schlagwörter (Deutsch): Kalter Krieg, Psychologische Kampfführung, Psychologische Verteidigung, Kommunikation, Medien, Propaganda, Erziehung
Freie Schlagwörter (Englisch): Cold War, Psychological Warfare, Psychological Defense, communication, media, propaganda, education
Quelle: Mainz : Univ.
Erscheinungsjahr:    2006
URN: urn:nbn:de:hebis:77-9817
  
Dokumentart:
Buch Buch
Weitere Angaben zur Dokumentart:    Dissertation
Sprache: Deutsch
Open Access: OpenAccess
Einrichtung: FB 02: Sozialwissenschaften, Medien und Sport
DDC-Sachgruppe:    Erziehung, Schul- und Bildungswesen
ID: 981  Universitätsbibliothek Mainz
Hinweis:
Informationen zu den Nutzungsrechten unserer Inhalte Informationen zu den Nutzungsrechten unserer Inhalte
Abstract: Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurden auf dem Gebiet der Bundesrepublik Deutschland zahlreiche Organisationen gegründet, die es sich zur Aufgabe machten, auf die Meinungsbildung im Osten und Westen Einfluss zu nehmen. Dazu zählte von 1957 bis 1990 die Psychologische Kampfführung / Psychologische Verteidigung der Bundeswehr (PSK/PSV). Ihr primäres Ziel war es, das Staats- und Gesellschaftssystem der Bundesrepublik nach innen und außen zu konsolidieren. Der Dissertationsschrift liegt ein interdisziplinärer Ansatz zugrunde: Zum einen wird die PSK/PSV im Kontext der Propagandageschichte und -theorie dargestellt und untersucht – von diesem Standpunkt aus betrachtet handelt es sich um eine publizistikwissenschaftliche Untersuchung. Zum anderen wird die
Wirklichkeit der PSK/PSV mit erziehungswissenschaftlichen Begriffen beschrieben, analysiert und unter pädagogischen Gesichtspunkten diskutiert – aus dieser Sichtweise liegt hier eine erziehungswissenschaftliche Untersuchung vor. Die PSK/PSV stand historisch betrachtet keineswegs im wertfreien Raum. Vor allem die Ausprägungen von Propaganda im Dritten Reich – aber auch in der Deutschen Demokratischen Republik – spielten für die PSK/PSV eine bedeutende Rolle. Sie waren gewissermaßen stets zu meidende (politische) rechte und linke Grenze in dem Unterfangen, eine eigene Form von Propaganda zu entwickeln und zu betreiben. Die PSK/PSV wirkte unter politischer Zielsetzung auf Einstellungen und Verhalten von Personen beiderseits des Eisernen Vorhangs ein. Ihre Aktivitäten weisen in auffälliger Weise Schnittmengen zu Feldern der Erziehung auf. Die unterschiedlichen pädagogischen Programme und Strategien der vier PSK/PSV-Bereiche – (1) Lehr- und Forschungsstätten, (2) PSK/PSV-Truppe, (3) Deutsche Gesellschaft für
Sozialbeziehungen e.V. und (4) Studiengesellschaft für Zeitprobleme e.V. – werden in der Dissertationsschrift dargestellt, analysiert und bewertet. In den Schlussbetrachtungen wird unter pädagogischen Gesichtspunkten diskutiert, ob der in Presse und Politik geäußerte Vorwurf einer Nähe der PSK/PSV zur Propaganda und Erziehung im Dritten Reich haltbar ist.
   
Weiteres Abstract: After the end of the Second World War, in the territory of the Federal Republic of Germany numerous organizations were founded which made it to a task to have an influence in the forming of opinions in the East and the West. From 1957 to 1990, this included the “Psychologische Kampfführung” (Psychological Warfare) / “Psychologische Verteidigung” (
Psychological Defense) of the German Federal Armed Forces (PSK/PSV). Their primary goal was to consolidate the state and social system of the Federal Republic inwardly and outwardly. The dissertation text underlies an interdisciplinary approach. On the one hand the PSK/PSV is shown and examined in the context of the history of propaganda – from this point of view it is an examination in the field of the science of publishing. On the other hand the reality of the PSK/PSV is described and analysed with pedagogical terms and discussed under a pedagogical viewpoint – from this point of view there is a pedagogical examination available. Historically the PSK/PSV was by no means value-free. Above all the development of propaganda in the Third Reich – but also in the German Democratic Republic – played a decisive role for the PSK/PSV. They were to a certain extent the (political) right and left limit which was always to be avoided in the endeavor to develop and practice their own form of propaganda. The PSK/PSV
acted with political aims on the attitudes and the conduct of persons on both sides of the Iron Curtain. Their activities featured in a conspicuous manner an interface to fields in education. The different pedagogical programs and strategies of the four PSK/PSV areas – (1) teaching and research facilities, (2) PSK/PSV troops, (3) the “Deutsche Gesellschaft für Sozialbeziehungen e.V.” (German Society for Social Relationships) and (4) the “Studiengesellschaft für Zeitprobleme e.V.” (Study Group for Problems of Our Age) – are shown, analysed and assessed in the dissertation. In the final statement, it is discussed under a pedagogical viewpoint if the accusation expressed in the press and in politics of a relationship between the PSK/PSV and propaganda and education in the Third Reich is maintainable.
   
  
Verfügbarkeit prüfen:    URN (urn:nbn:de:hebis:77-9817)
 


Im   
Impressum